PGM Big Band - Show, Tanz und Unterhaltungsorchester der besonderen Art



RZ-Online Artikelarchiv vom 30.07.2007
Entspannte Feier im Weinberg

Burgunderfest zog wieder Tausende an - Drei Weingüter luden nicht nur zur Weinprobe – Veranstalter und Gäste zufrieden

Stroh, Wein und Stimmung, das waren auch in diesem Jahr wieder die bewährten Markenzeichen des Burgunderfestes in den Bergen hoch über der Kreisstadt. Mehrere Tausend Besucher stürmten den Festplatz zum fröhlichen Weinfest.

KREISSTADT. Regenschauer, Strohballen, flatternde Fahnen, Wein, eine nahezu unübersehbare Gästeschar und tolle Stimmung im Weinberg über Bad Neuenahr waren am Samstag die Kennzeichen des mittlerweile schon traditionellen Burgunderfestes der Weingüter Sonnenberg, Burggarten und Lingen.

Schon am frühen Nachmittag, als gerade ein heftiger Regenschauer über dem Ahrtal abgezogen war, brachen in Ahrweiler ganze Scharen von Wanderern auf, um nach einem gut zweistündigen Fußmarsch auf dem Rotweinwanderweg den Festplatz hoch über der Kurstadt zu erreichen. Aber auch auf der "Direttissima", dem vom Technischen Hilfswerk aus Ahrweiler bis tief in die Nacht ausgeleuchteten direkten Weg über die Bergstraße, kamen die Wein- und Stimmungsfreunde zum Fest. Der lange Wanderweg von Ahrweiler brauchte nicht ohne Proviant absolviert zu werden. An Probierständen gab es bereits die ersten Weine zu kosten, und das Angebot wurde eifrig genutzt. Gläschen allerdings mussten selbst mitgebracht werden. In kleine Holzklötzchen eingeklemmt und mit einem Bändchen um den Hals gehängt, war das aber kein Problem.

Wer rechtzeitig losmarschiert war, hatte schließlich auch kein Problem, auf dem Festplatz rund um die Musik einen der später heiß umkämpften Strohballen als Sitzgelegenheit zu ergattern. Rund 4000 Stück davon waren von weit her herangeschafft worden. Kreativität war gefordert, um davon im Baukastensystem Sitzgruppen zu errichten. Kein Problem damit hatten zum Beispiel Dorothe und Franz-Josef Funke aus Fintrop im Sauerland. Dem Heimatort wegen des dort "tobenden" Schützenfestes entflohen, sind sie während ihres Kurzurlaubs im Ahrtal direkt auf dem Burgunderfest"gelandet. "Es ist hier alles so locker und frei weg", freut sich Dorothe mit einer guten Flasche Spätburgunder in der Hand, während Franz-Josef eine Flasche Apollinaris zwischen die (Stroh-)Ballen klemmt. "Das Burgunderfest ist einfach eine tolle Idee", da sind sie sich ganz sicher.

Die Kombination aus lockerer Atmosphäre, schmissiger Tanzmusik der "PGM Big Band" aus Mechernich, Wandern in den Weinbergen über der Kreisstadt, erstklassigen Weinen und zünftiger Vesper war sichtbar auch diesmal wieder ein Erfolgsrezept, das hauptsächlich Gäste aus den Absatzmärkten Köln, Bonn und dem Ruhrgebiet, aber auch von viel weiter her anlockte. So wie Heike Witteweg und Reinhard Mävers aus Herzberg im Harz. Schon seit fünf Jahren kommen sie regelmäßig zum Burgunderfest um die lockere Stimmung zu genießen. Obwohl der Harz auch seine Berge hat und die Gegend reizvoll ist, fehlt dort der entscheidende Punkt, der Wein. Und genau diesen holen sie sich immer aus Bad Neuenahr und finden, dass sich der für sie hohe Aufwand durchaus lohnt.

Dass sich der Aufwand gelohnt hat, fanden auch in einem ersten Resümee die Veranstalter. Gut genutzt wurde auch der besondere Service in Verbindung mit der Ahrtalbahn. Wer seinen Pkw in Ahrweiler geparkt hatte, erwarb mit dem Kauf des Burgunderfestglases auch gleich die Berechtigung, mit der Bahn von Bad Neuenahr nach Ahrweiler zu fahren. (tar)

 

<< zurück